Die Ursache liegt darin, daß es bei AOL eine spezielle Mailbox gibt, in die die AOL-User die Mails, die sie als Spam einstufen, hineinpacken. Eine Software bestimmt dann die Häufigkeiten der einzelnen IP-Adressen, von denen diese Mails bei AOL eingeliefert wurden. Bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte wird die Annahme von Mails von dieser IP verweigert.
(Das ist das Einzige, was AOL tun kann, denn alle Zeilen der Mail, die vor dem Eingang bei AOL im Header hinterlegt wurden, könnten gefälscht sein und sind damit zu unsicher als daß auf ihrer Grundlage Sperrungen zu rechtfertigen wären.)
So weit, so gut!
Damit erschlägt man eine große Menge der Spam-Mails,
die direkt vom Versender zum Opfer geschickt werden.
Leider unberücksichtigt bleibt die Variante,
daß eine Spam-Mail an die Uni-Adresse geschickt und dort
an die entsprechende Mailbox des Users bei AOL weitergeleitet wird.
Dann kommt es zu folgendem Szenario:
Immerhin hat Frank Elsner erreichen können, daß uns die Beschwerden, auf Grund derer der Uni-Mailer von der Versendung von Mails an AOL ausgeschlossen wird, an uns weitergeleitet werden. Somit wissen wir wenigstens, daß weitergeleitete Spams der Hauptteil des Problems zu sein scheinen.
Wie läßt sich das lösen?
Idee von AOL war, daß unser Spam-Filter erkannte Spams mit einer
zusätzlichen Header-Zeile markiert.
Da bei der deutschen Rechtsprechung zu befürchten steht,
daß das entsprechende Markieren mit dem anschliessend von AOL
durchgeführten Wegwerfen der Mail gleichgesetzt wird und sich
derjenige, der markiert, nach dem Strafgesetzbuch schuldig macht,
könnte es etwas schwierig werden einen Dummen zu finden,
der markiert oder Selbiges anordnet.
(Schuldig machen bezieht sich auf das, was früher mal
"Unterdrücken von Nachrichten" hieß.
Diesen Begriff gibt es glaube ich nicht mehr, er wurde von
irgendwas anderem abgelöst.
Aber das lege ich in die Hände von Juristen ...)
Eine andere Variante ist die Weiterleitung von Mails zu AOL zu verhindern. Da bin ich gerade dabei die technische Machbarkeit auszuloten ...
Die auf diesen Seiten zum Ausdruck gebrachten Meinungen sind die meinigen, nicht notwendigerweise die der Universität Osnabrück. (Es sei denn, sie würden zufällig übereinstimmen oder wären entsprechend gekennzeichnet.)
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(Quelle: Impressum/Disclaimer des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Stand: 09/2002)
Last change: Tue Jul 31 15:40:09 CEST 2007