Selbstverständlich werden Namen von Personen (natürliche wie juristische) anonymisiert.

Die Mail-Adressen sind aber oft genug doch zu schön, wie gleich im ersten Beispiel.


Date: Sun, 23 May 2004 03:51:18 +0200 (MEST)
From: frage.mich.oder.fick.dich@briefwechsel.de
To: MAILER-DAEMON@rz.Uni-Osnabrueck.DE
Subject: Re: Returned mail: see transcript for details

Dieser e-Mailnamme wurde leider von einem Spamversender
gekappert. Bis zum Abschluß der Ermittlungen kann
hier keine Mail mehr angenommen werden.

Daß sich jemand so eine Adresse holt ... naja, man kann dazu geteilter Meinung sein ...
Aber deswegen ‘Ermittlungen’ einzuleiten, ist vielleicht doch etwas daneben ...


Date: Mon, 31 May 2004 08:05:49 +0200 (MEST)
From: #####
To: MAILER-DAEMON@rz.Uni-Osnabrueck.DE
Subject: Re: Returned mail: see transcript for details

Der ##### Clan bedankt sich für ihre ungewollten E-Mails....
sie werden in diesem Postfach bis in alle Ewigkeit versauern

Da freut sich doch bestimmt der Provider ...


Date: Fri, 07 Jul 2006 14:08:18 +0200
From:  <#######>
To: Mail Delivery Subsystem 
Subject: Re: Returned mail: see transcript for details

Wenn, Sie nicht aufhören mit diesen Mail´s, werde ich einen Anwalt
einschalten!
Ich mache das wirklch, dies ist keine Leere Drohung!!!
MfG

Für diejenigen, die mit Mailing nicht so fürchterlich bewandert sind:
der MAILER-DAEMON ist derjenige, der Fehlermeldungen bzgl. Nichtzustellbarkeit von Mails verschickt. Was laut Subject hier ja wohl auch der Fall war.
???
Sollen ab sofort derartige Fehlermeldungen unterdrückt werden? Da ist das Gesetz definitiv dagegen.
Sollen nur alle Mails an diesen Menschen unterdrückt werden? Da ist das Gesetz genauso dagegen.
Und die Idee den Menschen - womöglich per Mail? - zu fragen, ob er bestimmte Mails doch haben will? Es ist nicht allzu schwer einzusehen, daß dies ebenso unsinnig wie unpraktikabel ist.


Was einem nicht so alles an Tippfehlern über den Weg läuft:
###@uni-osnabruck.de
###@gogglemail.com
###@uni-osnarueck.de
Sonderfälle wie aol.de oder googlemail.de lasse ich lieber außen vor; es besteht die die Gefahr, daß die betreffenden Organisationen sich die entsprechenden de-Domains doch holen bzw. sie als funktionierende Mail-Adresse einrichten.
Ab dem
11.09.2018 1 kamen etliche Mails mit folgendem Inhalt bei uns an:
	Hallo, lieber Benutzer von uni-osnabrueck.de.

	Wir haben eine RAT-Software auf Ihrem Gerät installiert.
	Zu dieser Zeit ist Ihr E-Mail-Konto gehackt (siehe <von der Adresse>, jetzt habe ich den
	Zugriff auf Ihre Konten).
	Ich habe alle vertraulichen Informationen von Ihrem System
	heruntergeladen und ich habe weitere Beweise erhalten.
	Die interessantesten Sachen, die ich entdeckt habe, sind Videos von
	Ihnen auf denen Sie masturbieren.

	Ich habe meinen Virus auf die Pornoseite gepostet, und dann haben Sie
	ihn auf Ihren Betriebssystem installiert.
	Als Sie auf den Button "Play" auf Porno-Video geklickt haben, wurde mein
	Trojaner in diesem Moment auf Ihr Gerät heruntergeladen.
	Nach der Installation nimmt Ihre Frontkamera jedes Mal, wenn Sie
	masturbieren, ein Video auf; zusätzlich wird die Software mit dem
	von Ihnen gewählten Video synchronisiert.

	Zur Zeit hat die Software alle Ihre Kontaktinformationen aus sozialen
	Netzwerken und E-Mail-Adressen gesammelt.
	Wenn Sie alle Daten gesammelt von Ihr System löschen müssen,
	senden Sie mir $300 in BTC (Kryptowährung).
	Das ist mein Bitcoin Wallet: 1MZHWpgmUyjmExofPDCmYuVz9kmnTpu6m
	Sie haben 2 Tage nach dem Lesen dieses Briefes.

	Nach Ihrer Transaktion werde ich alle Ihre Daten löschen.
	Ansonsten sende ich Video mit deinen Streiche an alle deine Kollegen und
	Freunde!!!

	Und von nun an, seien Sie vorsichtiger!
	Bitte besuchen Sie nur sichere Webseiten!
	Tschüss!
Wenn man dann noch sieht, dass die Empfänger
	abuse@… — (eine zweifelsfrei nahezu geniale Idee!)
	postmaster@… — (dto.)
	www@…
	info@…
	ldap@…
	ftpadmin@…
hießen — also Adressen, die üblicherweise gar keine eigene Mailbox haben, sondern Verteiler an mehrere Leute sind, die im Bedarfsfall jeweils reagieren können sollen/müssen — …
Man sieht leicht, was man so was zu halten hat.
Ab dem 11.09.2018 1 kamen etliche Mails mit folgendem Inhalt bei uns an:
	Dear employees,
	I duplicate a letter from your personal mail,
	Here's the bill.

	5236 32th Street, New York, NY 12569
	+1-241-272-8843
Auch hier war der Empfänger
	info@…
— wieder eine Adresse, die üblicherweise an mehrere Leute geht …
Am 21.06.2021 1 erhielt ich folgende Mail:
Hallo
 Ich bin Captain Cris Steven Kepley 3rd Brigade Support Battalion in Afghanistan. Wir haben
einen gewissen Betrag an Geldern, um aus Afghanistan herauszuziehen. Sobald die Gelder bei Ihnen
ankommen, nehmen Sie 30% heraus und behalten unsere eigenen 70%. ...
Das klingt doch nun nach einem wirklich lukrativen Deal: sich 30% des überwiesenen Geldes einstecken und den Rest auch noch behalten!

In einem der Star-Trek-Kinofilme wird Mr. Spock zitiert:

Ich denke gern an die Chance einer Möglichkeit.

Täte ich auch gern …
1 Erfahrungsgemäß lohnt es sich nicht einen Zeitraum anzugeben, in dem derartige Mails angekommen sind. Oft tauchen diese Mail auch nach etlichen Jahren immer wieder auf; teilweise unverändert, teilweise leicht abgewandelt.


Disclaimer:

Die auf diesen Seiten zum Ausdruck gebrachten Meinungen sind die meinigen, nicht notwendigerweise die der Universität Osnabrück. (Es sei denn, sie würden zufällig übereinstimmen oder wären entsprechend gekennzeichnet.)

Zum Thema "Links":

Bei "Links" handelt es sich stets um "lebende" (dynamische) Verweisungen. Gernot Skalla hat bei der erstmaligen Verknüpfung zwar den fremden Inhalt daraufhin überprüft, ob durch ihn eine mögliche zivilrechtliche oder strafrechtliche Verantwortlichkeit ausgelöst wird. Er überprüft aber die Inhalte, auf die er in seinem Angebot verweist, nicht ständig auf Veränderungen, die eine Verantwortlichkeit neu begründen könnten. Wenn er feststellt oder von anderen darauf hingewiesen wird, daß ein konkretes Angebot, zu dem er einen Link bereitgestellt hat, eine zivil- oder strafrechtliche Verantwortlichkeit auslöst, wird er den Verweis auf dieses Angebot aufheben.

(Quelle: Impressum/Disclaimer des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Stand: 09/2002)

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