Was einem so alles unterkommt ...
Da ich sowohl fürs Netz als auch für Mails
zuständig bin, habe ich früher oder später
mit fast allen Leuten an der Uni hier zu tun.
Von Sprachwissenschaftlern über Theologen bis Physiker
wird das ganze Spektrum -- das es an unserer Uni gibt, also
z. B. keine Mediziner -- abgedeckt.
Wer in den Anekdötchen glaubt den
typischen Geisteswissenschaftler zu erkennen, soll sich
bloß nicht täuschen!!
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Studenten einer neuen Arbeitsgruppe hatten einen weiteren Rechner
für einen Raum angemeldet. Natürlich sollte er am besten
schon gestern funktionieren. Nachdem er am Tag danach immer noch nicht
funktionierte, mußte ich dann wichtigere Dinge liegenlassen und
mich vor Ort begeben. Dort sah ich dann den Rechner auf einem Tisch
buchstäblich mitten im Raum stehen. Mit einem
Kabel angeschlossen. Zugegeben: das Stromkabel ist schon auch wichtig,
aber daß das nicht ganz ausreicht, hatte ich doch einem
Nicht-Promovierten zu wissen zugetraut. (Die Ausrede "Funk-LAN" zieht
an der Stelle nicht: damals war davon noch überhaupt nicht die Rede!)
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Dann war da noch der Mail-User, der nicht mehr an seine Mails kam,
und mir beinahe schon unterstellte, ich hätte sein Paßwort
böswillig geändert. Nach der Neukonfiguration des Mail-Klienten
-- mit dem alten Paßwort! -- tat's dann doch wieder.
Wir haben uns darauf geeinigt, daß ihm wohl beim Kontrollieren
der Einstellungen eine Leerstelle an den Loginnamen oder ein
beliebiges Zeichen ans Paßwort drangekommen war.
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Eine Sekretärin beklagte sich, daß ihre Mails teilweise
verlorengingen; manche Mails würde sie nicht bekommen.
Nach intensiverer Suche -- mindestens zwei Admins aus dem
Fachbereich waren auch schon darauf angesetzt worden --
stellte sich heraus, daß die Mails
von zwei Rechnern aus abgerufen wurden. Wenn der Rechner,
an dem sie nicht mehr saß, die Mails abgeholt und auf dem
Server gelöscht hatte, bevor ihr aktueller Rechner nach
neuen Mails fragen konnte, sah das so aus, als würden wir uns
im Rechenzentrum ein Mails fressendes Monster halten.
Die "verlorengegangenen" Mails fanden sich auf dem zweiten Rechner
alle wieder ein ...
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Eine andere Sekretärin meldete am einen Vormittag Rechner an.
Ich sagte, sie könne sie am Nachmittag voraussichtlich benutzen.
Am nächsten Tag tat einer der Rechner noch immer nicht. Der DHCP-Server
hatte nichts von dem Rechner zu sehen bekommen. Ob die Dose
defekt war? Nein, der bereits vorhandene Rechner sei an derselben
Dose angeschlossen und würde funktionieren.
Vor Ort wurde klar: der war auch angeschlossen, der
andere nicht. In dem Moment war keiner mehr im Büro da und
bis zum Anruf bei mir am nächsten Tag war schon jemand selber
draufgekommen.
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Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter meldete sich, daß sein Rechner
nicht mit dem Netz könne. Vor Ort wurde klar, daß das ohne
IP-Nummer auch nicht gehen kann. Etliches probiert und -- was bei Windows
oft genug hilft -- den Rechner neu gebootet. Und schon tat's wieder!
Noch ein paar Dinge kontrolliert ... und die IP war wieder weg!
????
Für die Vergrößerung des Netzes war die Lease-Zeit von
36 Stunden auf 12 Minuten zurückgesetzt worden und nach der
Umstellung noch nicht wieder rückgängig gemacht worden.
Die Arbeitshypothese, daß die Firewall die Erneuerung der
Lease verhindert, ließ sich durch Abstellen der Firewall
bestätigen.
(Beim Booten hatte sich der Rechner die IP vom Server geholt bevor
die Firewall gestartet war und dieses unterbunden hätte.)
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Und da war noch der Prof, dem mysteriöserweise Mails abhanden kamen.
Nach der Erfahrung mit dem zweiten konkurrierenden Mail-Klienten
schließe ich das immer zuerst aus.
Nach den Log-Dateien waren beim Abruf der Mails durch den Rechner
vom POP-Server so viele Mails angeboten worden, wie nach den
Logs der eingehenden Mails da sein sollten.
Die Mutmaßung, daß die Platte voll sein könnte,
bestätigte sich nicht; der User hatte -- ohne es zu merken --
das Sortier-Kriterium für die Anzeige der Mails verändert.
Somit waren ihm seine "verlorengegangenen" Mails nur an einer
Stelle angezeigt worden, bis zu der er sich nicht durchgeblättert hatte.
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Nach längerer Pause mal wieder ein erwähnenswerter Vorfall ...
Für die Rechneranmeldung hatten wir ein Formular zurecht gemacht,
in dem die betreffenden Daten eingegeben werden sollen. Dann wird
diese Sammlung von Daten zur Kontrolle an die angegebene Mail-Adresse
geschickt, von wo aus sie zur wirklichen Anmeldung als Antwort (Reply)
zurückgeschickt werden muß (*). Was sowohl auf der Formularseite
als auch in der Mail explizit steht!
Immer wieder gibt es Leute, die diesen Teil "überlesen" und sich
wundern, wieso der Rechner nicht eingetragen wird. Einmal auf diesen
Fehler aufmerksam gemacht, funktionert die Sache i. a. reibungslos.
Seit Jahren so reibungslos, daß dies bisher keiner Erwähnung
wert war.
Aber neulich meldete eine Nutzerin einen neuen Rechner an und
beachtete auch das mit dem Mail-zurückschicken! Sie hat sich
vorbildlich buchstabengetreu an das gehalten, was da geschrieben steht:
... schicken Sie diese Mail als Reply (Antwort) zurueck.
Da steht zugegebenermaßen nur "Mail", aber nichts von deren Inhalt.
So kam also eine leere Mail zur Rechneranmeldung an. Daraufhin haben
wir gebeten uns den Inhalt der Mail zukommen zu lassen. Nach einer
weiteren leeren Antwort-Mail kam umgehend eine Weiterleitung der Mail
mit den erforderlichen Daten und der Anmerkung:
... Eure Beschreibung ist wohl etwas daneben ...
Wir werden wohl die Anleitung dahingehend nachbessern müssen,
daß auch Sonderfälle erfasst werden, bei denen Mail-Programme
so konfiguriert sind, daß zu beantwortende Mails nicht
automatisch als Zitat in die Antwortmail eingebunden werden.
[(*) Damit wird sichergestellt. daß der Inhaber der Mail-Adresse
auch weiß, daß hier gerade ein Rechner auf seinen Namen
angemeldet wird.]
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more to come ...
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