Topographische Karten von 1993/94
In den Jahren
1903 - 1915 werden nördlich von Bersenbrück mit
Kosten von 2,8 Mio. Reichsmark 20 kleinere
Abschnitte der Hase und ihrer Nebenarme
ausgebaut. Dadurch veränderte sich der Verlauf der
»Kleinen Hase« und der Seitengewässer völlig. Ab
1971 wird für über 100 Mio. DM der Bau mehrerer
Rückhaltebecken durchgeführt. Das größte der
Becken, der Alfsee, hat ein Auffangvolumen von 21
Mio. m³ Wasser.
Die großen Moore sind nach dem zweiten Weltkrieg
entwässert und durch Tiefflügen in Wiesen und
Äcker umgewandelt worden. Auch die ehemaligen
Wiesen in der Haseaue sind weitgehend entwässert
und zu einem erheblichen Teil in Ackerland überführt
worden.
Heute wird vielfach Mais als
Futter für Milchvieh angebaut. Die dadurch
entstandene Gülle-Wirtschaft belastet die Gewässer
und die Luft mit Nährstoffen. Artenschwund und
Funktionsstörungen in Ökosystemen (z. B. Abnahme der
Gewässergüte und Waldsterben) sind die
Folge.
Das muß nicht so bleiben. In der Ausstellung gleich
nebenan wird unsere Landschaft in die Zukunft
entwickelt. Mit einfachen Schritten können wir eine
andere Entwicklung anstreben.