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Aktuelle
Positionen zum Problem der Willensfreiheit Kaum ein philosophisches Problem hat in den
letzten Jahren ein so großes öffentliches Interesse gefunden wie das der
Willensfreiheit. Die Frage, ob ich selbst entscheide, was ich tue oder lasse,
oder ob mein Gehirn unweigerlich vorgibt, was passieren wird, hat es bis in
die Feuilletons großer Tageszeitungen geschafft. Das Spektrum der
Positionen ist dabei weit gefächert. Die provozierendste Auffassung lautet
wohl, dass irgendeine Form von Determinismus wahr ist und dass es deshalb
keine Freiheit in einem substantiellen Sinn gibt. Andere behaupten, Freiheit
setze gerade eine bestimmte Variante von Determinismus voraus, und diese
Variante bestehe tatsächlich. „Libertarier“ sind schließlich der Ansicht,
dass substantielle Formen der Determinismusthese falsch sind und dass wir
deshalb über einen freien Willen verfügen können. Neben diesen
Hauptrichtungen gibt es eine Vielzahl weiterer interessanter Positionen. In diesem Hauptseminar
sollen neuere Texte von Autoren der verschiedenen Richtungen gelesen werden. Empfohlene Literatur Eine klare und präzise, freilich libertarisch
„eingefärbte“ Einführung in das Thema gibt Keil, G.:
Willensfreiheit. (Reihe Grundthemen der Philosophie) Berlin, New York: de
Gruyter, 2007 |
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