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Dr. Uwe Meyer

Aktuelle Positionen zum Problem der Willensfreiheit

 

Kaum ein philosophisches Problem hat in den letzten Jahren ein so großes öffentliches Interesse gefunden wie das der Willensfreiheit. Die Frage, ob ich selbst entscheide, was ich tue oder lasse, oder ob mein Gehirn unweigerlich vorgibt, was passieren wird, hat es bis in die Feuilletons großer Tageszeitungen geschafft.

Das Spektrum der Positionen ist dabei weit gefächert. Die provozierendste Auffassung lautet wohl, dass irgendeine Form von Determinismus wahr ist und dass es deshalb keine Freiheit in einem substantiellen Sinn gibt. Andere behaupten, Freiheit setze gerade eine bestimmte Variante von Determinismus voraus, und diese Variante bestehe tatsächlich. „Libertarier“ sind schließlich der Ansicht, dass substantielle Formen der Determinismusthese falsch sind und dass wir deshalb über einen freien Willen verfügen können. Neben diesen Hauptrichtungen gibt es eine Vielzahl weiterer interessanter Positionen.

In diesem Hauptseminar sollen neuere Texte von Autoren der verschiedenen Richtungen gelesen werden.

 

Empfohlene Literatur

 

Eine klare und präzise, freilich libertarisch „eingefärbte“ Einführung in das Thema gibt

Keil, G.: Willensfreiheit. (Reihe Grundthemen der Philosophie) Berlin, New York: de Gruyter, 2007